So also wie der Titel schon sagt, war mein Wochenende ziemlich abwechslungsreich. Nachdem mich Philipp Freitag abend abgeholt hat, haben wir uns mit Verpflegung eingedeckt und noch eine Staerkung bei Pizza Hut zu uns genommen. Kaum auf den Freeway aufgefahren, standen wir in einem 2,5-stuendigen Stau, der dann auch nicht ohne Auffahrunfall von statten ging. Zum Glueck war das Teil des Autos dem wir drauf gerollt sind schon so verbeult, dass es dem Fahrer auch egal war. Da wurde ich erst mal wieder daran erinnnert wie schnell das mit den bloeden Unfaellen geht!
Nachdem sich der Stau, der uebrigens nur aufgrund schaulustiger bei einem Unfall entstanden ist, aufgeloest hat, sind wir nachts um drei in dem Mojave Preserve angekommen. Dort haben wir bei eisigem Wind und nicht wuestengemaessen Temperaturen das Zelt aufgeschlagen. Am naechsten morgen wurden wir von einem Parkranger geweckt, der uns darauf aufmerksam machte, dass wir hier weder zelten noch parken duerfen...Er war aber dann verstaendnisvoll, als wir es ihm erklaert haben.
So gegen 11 haben wir uns zum Besucherzentrum begeben, um uns ueber die "Attraktionen" zu informieren und Kartenmaterial zu besorgen. Als erstes ging es dann zu Fuss zun dem "Hole in the Wall", d.h. lauter Loecher in den Felswaenden. Wir sind dort ein bisschen auf den Felsen umher gestiegen bis wir an einer Stelle mit befriedigender Aussicht angekommen sind. Also mich hat das ja alles schon begeistert, aber Philipp, der mittlerweile schon so gut wie jeden Park besucht hat, war nicht so aus dem Haeuschen. Ich habe mich auf jeden Fall die ganze Zeit an "The Hills have Eyes" erinntert gefuehlt - Perfekte Kulisse fuer solche Streifen.
Nach einer Driftreichen Fahrt auf unbefestigter Strasse haben wir die Sandduenen erreicht. Diese 200 Meter hohen Ungetueme sahen aus der Entfernung ja noch recht harmlos aus. Als wir aber nach gefuehlten 2 Stunden und einem insgeheimen Wettrennen mit Franzosen( was wir natuerlich fuer uns entschieden haben) auf dem Kamm der hoechsten Duene angekommen sind, war ich fix und alle. Ich gebe den Deutschen, die uns auf dem Parkplatz mit dem Kommentar:"Es war anstrengend!" begruesst haben, eindeutig recht.
Zurueck am Auto haben wir den Weg Richtung Las Vegas eingeschlagen. Gegen acht sind wir in unserem (Hip-Hop-)Hostel angekommen. Beschallt von gaengiger Musik, die ununterbrochen aus dem Poolbereich ertoente, haben wir uns ein wenig ausgeruht, um dann Philipps Eltern und seinen Bruder Erik am Flughafen abzuholen. Auf dem Weg zum Hotel bot sich auch mir der erste richtige Einblick in das Nachtleben Vegas'. Das Lichtermeer kommt einem schon total bekannt vor aus bestimmten Filmen. Da sieht man rechts einen Nachbau das Eifelturms, links die Freiheitsstatue und Zwischendrin die Bruecken Venedigs. Nachdem in dem Hotel alles geregelt war, haben wir uns nach einem "kleinem" Stop bei einem Drive-Thru Richtung Hostel begeben.
Am naechsten morgen gab es erst ein staerkendes, typisch amerikanisches Willkommens- Fruehstueck bei Denny's. Danach sind wir ca. 7 Stunden den Strip entlang gelaufen und haben einen Blick in fast jedes Casino bzw. Hotel geworfen. Es grenzt schon fast an Wahnsinn wie die Hotels versuchen sich alle gegenseitig zu uebertreffen und vor allem ist noch lange nicht der Hoehepunkt erreicht - Bei den vielen Baustellen kann man in den kommenden Jahren noch einiges erwarten. Abends waren wir dann im Hotel der Eltern (Stratosphere Tower) essen.
Im Gegensatz zu den anderen, die ja alle um halb 5 aufstehen mussten, weil sie einen Helikopterrundflug im Grand Canyon gebucht hatten, konnte ich in aller Ruhe um 11 ausckecken. Im Nachhinein habe ich dann erfahren, dass ich auf dem Weg von Downtown, wo unser Hostel war, zu dem Strip durch das Ghetto gelaufen bin. Nun ja, ich fand die Gegend schon nicht so ansehnlich und habe mich auch ueber die groesstenteils dunkelhaeutigen Gestalten auf den Strassen gewundert, aber ich hatte halt die ganze Zeit den Stratosphere Tower vor Augen, der mir nicht allzu weit erschien - was leider getaeuscht hat. Ich habe mir dann die Zeit mit Rumschlendern in einer Mall, Besichtigen von Hotels und bei Starbucks vertrieben. Bevor wir uns auf den Heimweg gemacht haben, gab es noch ein ordentliches Buffet im Sahara Hotel.
Als ich auf dem Rueckweg meine Durchschnitts 85 mph gefahren bin, ist mir das Herz in die Hose gerutscht als uns die Polizei bei erlaubten 70 ueberholt hat. Zum Glueck hatten sie etwas anderes vor und sind an uns vorbei gezogen. Schlussendlich bin ich nachts um 2 kaputt in mein Bett gefallen.